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Outland Bar – Eat and drink… leider ohne Service und zu teuer

3. März 2010

Vor zwei Wochen habe ich Citydeal kennen gelernt (Danke Tom!) und bin jetzt ein großes Fan. Jeden Tag checke ich auf Tagesangebote.de, was es für aktuelle Deals gibt und schlage zu, wenn es mich interessiert. Demnächst gibt es für uns ein wunderbares Abendessen für 50 statt 100 Euro, Entpassung in einer Salzgrotte, zwei Tage in einem Spa für meine Liebste und ein bißchen Kino – alles schon erstanden und meist für gerademal 50% des regulären Preises.

Genauso habe ich ganz zu Anfang für 11 Euro ein Frühstück für zwei inkl. Prosecco in der Outland Bar ergattern können. Die Outland Bar kenne ich schon länger, da unsere ehemaligen Irischen/Englisch Nachbarn dort sehr gerne waren. Es war zwei kein Irish-Pub, aber es gab gutes Bier und englischen Fussball. Die Bar war sehr urig, alles mit rohem Holz aufgestattet, Fässer als Stehtische und vieles mehr. Zudem war es ein echter Pub (Musik, Stimmung, Zahlen an der Bar etc.).

Nun hat man das Outland jedoch renoviert, modernisiert und vergrößert. Es ist das totale Gegenteil von vorher. Alles stylisch, lounge-artig, mit Aquarium, Lederbänden, dezenter Beleuchtung, Designergeschrirr und -Besteck und so weiter. Prinzipiell also etwas, wo ich mich auch sehr wohlfühlen kann.

Da die ersten Sonnenstrahlen diese Woche auch München erreichten und es mindestens 10 Grad warm war, fuhren wir mit dem Fahrrad. Von uns nur knapp 15 Minuten. Leider ist das Abstellen von Fahrrädern vor dem Outland nicht direkt möglich, gleich daneben gibt es aber einen Fahrradständer, den man gut nutzen kann. Schon von außen sieht man die Veränderungen im Outland: große Fenster lassen viel Licht in das Lokal und man kann schon gut von außen sehen, wie viel los ist. Die Fassade ist sehr ansprechend gestaltet, die – nicht zu große – Karte direkt am Eingang platziert und die Fenster wunderbar in der neuen CI verziert.

Innen wird man von einer angenehmen Atmosphäre begrüßt. Besonders die Gestaltung in Brauntönen, das Aquarium und die Beleuchtung gefallen mir sehr. Leider nicht begrüßt wurden wir vom Personal, fanden jedoch auch auf eigene Faust schnell einen schönen Tisch. Obwohl es Sonntag am späten Vormittag war und kurz vorher über 100 dieser Frühstücksgutscheine verkauft worden sind, war es sehr leer. Neben uns waren nur zwei andere Tische belegt.

Als wir am Tisch saßen, bekamen wir auch recht schnell die Karte gebracht. Diese ist sehr schön gestaltet, setzt die CI flüssig fort und bietet ein recht schönes Angebot. Besonders toll ist die separate Teekarte mit einigen sehr schönen Angeboten. Da wir schon wussten, was wir bestellen (schließlich galt der Gutschein nur für das besagte Frühstück), mussten wir nicht lange in der Karte suchen. Nur Getränke mussten kurz entschieden werden. Die Bedienung gab uns dann bevor sie unsere Bestellung aufnahm auch noch einige Zeit, den Laden weiter zu begutachten und beispielsweise zu diskutieren, warum man so viele kleine Fische in dem Aquarium hat und nicht eher größere, die man besser sieht? Irgendwann merkt sie aber dann doch, dass wir auch etwas frühstücken wollen und fragte nach unseren Wünschen.

Bis hier hin fühlten wir uns im Outland wohl. Ab jetzt ging es leider steil bergab. Schon die Bestellung “Wir hätten gerne das Outland Special Frühstück mit Prosecco und für mich einen großen O-Saft, gerne nicht frisch gepresst und einen English Breakfast.” überforderte die Bedienung. Es dauerte etwas, bis sie verstanden hatte, dass “Englisch Breakfast” kein Frühstück, sondern ein Tee ist… Meine Liebste vervollständigte dann die Bestellung mit “und für mich einen Indian Tschai”, was mit einem “Also dann kein English Breakfast?” quittiert und von uns natürlich korrigiert wurde.

Kaum war alles verstanden, die prompte schnippische Reaktion auf den Zettel, der aus meiner Hemdtasche guckte “Haben Sie einen Gutschein? Das müssen Sie mir aber schon vorher sagen!”.

Die Bestellung wurde dann jedoch erfreulich schnell gebracht. Zu erst der Prosecco. Einer aus der alten Flasch mit ziemlich wenig Restkohlensäure und einer aus einer neuen Flasche, wie er sich gehört. Mit etwas Verständnis und weil es nicht total still war, haben wir das eine Glas nicht reklamiert.

Kurz danach kam, jeweils in Etappen, das Frühstück, der Tee und final dann endlich auch Teller, Besteck und Servietten. Alles wurde recht umständlich auf den Tisch gestellt und wir mussten erstmal alles umräumen, damit wir überhaupt an alles heran kamen.

Moment! Stand beim Tschai-Tee nicht etwas von warmer Milch? Schnell nochmal in die Karte geschaut und tatsächlich: “Mit warmer Milch und Zucker wird der Tee zum Genuss”. Also haben wir die Bedienung auf Milch angesprochen, die dann auch kam. Jedoch kalt. Auf die Rückfrage, was es denn mit der warmen Milch auf sich hat, wurde pikiert geantwortet, dass wir das doch bitteschön dazu sagen müssten. Wie konnten wir auch bloß auf die Idee kommen, dass Getränke so geliefert werden, wie sie in der Karte beschrieben sind… (Die Teetassen sind zudem ein Ärgernis: sie haben keinen Henkel, dafür aber zwei Einkerbungen für das “Rührstäbchen”, durch die man sich wunderbar bekleckern kann.)

Das Frühstück ist nicht riesig, jedoch reichlich und von recht hoher Qualität. Schnittkäse, Weichkäse, Frischkäse, Salami, Parmaschinken, Lachs (leider direkt mit Sahnemeerrettich besudelt, Marmelade, Honig, etwas Obstsalat (Ganz komisch! Entweder aufgetaut, alt oder irgendwie ungewöhnlich zubereitet.) und zwei weich gekochten Eier, Butter. Dazu zwei frische Croissants und diverse kleine Brötchen. Letztere leider (außer Roggenbrötchen) mit Sesam und recht hart.

Und dann war die Bedienung weg. Einfach weg. Dabei waren die zwei Nicht-Sesam-Brötchen jetzt verspeist und ich hätte gerne etwas Nachschub gehabt. Als sie dann (an einem entfernten Tisch) wieder auftauchte, sagte ich ihr, dass wir noch einen Wunsch hätten und sie bestätigte, dass sie gleich zu uns kommen würde. “Gleich” ist dabei natürlich ein dehnbarer Begriff. Nachdem sie noch Getränke für den einen und Speisen für den anderen Tisch gebracht hatte, kam sie endlich zu uns und nahm meinen Wunsch auf. Jedoch guckte sie etwas verwirrt, insbesondere ob meines Wunsches “ohne Sesam”. Kurze Zeit später war sie dann wieder da und verkündete, dass sie die Semmeln aber extra berechnen müsste.  Aber es gäbe auch nur noch Roggen. Sei’s drum… so gab es eben noch Roggenbrötchen.

Wie wie gesättigt waren, sollte es flüssig zum Zahlen übergehen. Die Frage nach den Zahlungsarten brachte Ernüchterung: Nur bar. Keine Kreditkarte. Keine EC-Karte. Eine Frechheit. Zum Glück war der Gutschein ja schon bezahlt (im Internet natürlich mit Kreditkarte), so dass wir die restlichen genau 13 Euro noch in bar aufbrachten, ohne zum Geldautomaten zu müssen. Aber: 13 Euro für zwei Tee, einen O-Saft und den Brötchenkorb? Eine Tasse Tee kostet dort 3,80 Euro (in Worten: Drei Euro und Achtzig Cent!), der O-Saft immerhin noch 2,90 Euro – und der Brotkorb wurde mit 2,50 Euro berechnet.

Neben dem absolut unterirdischen Service ist der Preis unverschämt. Der Originalpreis für das Frühstück beträgt so 34,00 Euro für zwei Personen. Dafür gehen wir dann doch lieber ins Victorian House und bekommen ein 5-Sterne-Frühstück mit 5-Sterne-Service (mit frischem Obstsalat, so vielen Semmeln wie man will und besseren Tee in größeren Portionen zum kleineren Preis und in ordentlichen Tassen).

Bei meinem Einkauf auf Citydeal.de habe ich jedoch nicht nur einen Gutschein erstanden, sondern zwei. Was nun? Nochmal dort Frühstücken scheidet für uns definitiv aus. Darum: Unter allen Kommentaren zu diesem Artikel wird der Gutschein im Wert von 21,00 Euro für ein “Outland Special Frühstück” für zwei verlost.

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Restaurant Cocoon in München

1. November 2009

Eigentlich wollten wir ja ins Schweiger2. Jedoch war dort kurzfristig kein Tisch mehr zu bekommen. Im Cocoon hatten wir mehr Glück. Schon vor einiger Zeit waren wir im Cocoon und sehr begeistert. Jedoch hatten wir uns damals recht wenig auf das Restaurant konzentriert – dies sollte diesmal anders sein.

Das Cocoon liegt im Lehel und ist recht gut erreichbar. Von außen sieht man nur eine kleine Fensterfront und die Eingangstür. Die Fassade ist zwar schöner als beim Rubico, aber nicht wirklich schön. Wenn man durch die Tür tritt, kommt man direkt auf Bar zu, wo wir nett empfangen wurden. Man fand unser Reservierung in Sekunden und zeigte uns, welche der wenigen Tische wir wählen könnten. Die wählten einen Vierertisch, der aber nur für zwei Personen eingedeckt war. Dies gab uns zwar auf dem Tisch viel Platz – etwas eng für uns nicht wirklich schlanke Gestalten war jedoch der Abstand zwischen Bank und Tisch.

Kaum saßen wir, wurde gefragt, ob wir einen Aperitif wünschen und der Prosecco war schnell bestellt. Zwar hatten wir im Vorfeld bereits unseren Menüwunsch (5-Gänge Menü nach Tageskarte mit korrespondierenden Weinen) geäußert, doch war es sehr schön, dass wir vorab trotzdem die Karte bekamen, um das Menü zu lesen und Änderungen (z.B. für Nicht-Fleisch-Esser) zu besprechen.

Als Amouse Bouche gab es ein Tandoori Chicken. Sehr lecker und ein wenig mehr, als man als Amouse Bouche erwartet. Die Vorspeise war ein wunderbar gebratener Thunfisch mit einer perfekt gegarten Garnele bzw. ein wunderbarer Ziegenkäse im knusprigen Teig mit Couscous. Beides war wirklich wunderbar, genau auf den Punkt gegart, liebevoll angerichtet und sehr gut gewürzt.

Danach gab es eine wunderbare Suppe mit Kichererbsen. Dazu Lollies von Lamm. Wunderbar dünn geschnitten, trotzdem rosa gebraten und butterzart!

Beim Zwischengericht eine kleine Enttäuschung. Obwohl wir ausdrücklich darauf hingewiesen haben, dass eine Person kein Fleisch isst, war Chorizo-Wurst in der Linsenbeilage verarbeitet. Dies wurde jedoch in wenigen Minuten ausgetauscht (tatsächlich haben wir länger warten müssen, um zu reklamieren, als es dann dauerte, Ersatz zu bekommen).

Ein Cassissorbet lockerte den Ablauf etwas auf. Sehr sauer aber doch fruchtig. Fast ein wenig zu viel.

Das Hauptgericht war ein Karree (eigentlich nur eine Tranche vom Karree) vom Iberico-Schwein. Ein absolutes Gedicht mit vielfältigen Beilagen. Absoluter Favorit dabei: Die geschälten Kirschtomaten. Eine wahre Geschmacksexplosion im Mund! Wahnsinn.

Den Abschluss bildete ein Desert aus Schokoladentarte mit zartem Vanilleeis und Birnenkompott. Eine tolle Kombination, bei der sich Säure, Süße und Bitterheit wunderbar die Waage hielten.

Die korrespondierenden Weine waren sehr gut gewählt und passten wunderbar. Schön fruchtige Weine zur Vorspeise, ein wenig trockener zu den Hauptgerichten und eine wunderbare Beerenauslese zum Desert.

Mit 75,00 Euro pro Person zudem wirklich angemessen.

Das einzige, was an diesem Abend nicht unseren Erwartungen entsprochen hat, war das Brot. Generell war es sehr gut, frisch gebacken und von toller Konsistenz – jedoch leider deutlich zu salzig. Das hat aber nicht weiter gestört und maximal den St. Pelegrino Verbrauch etwas erhöht. ;-)

Wir kommen wieder und können jedem das Cocoon nur wärmstens ans Herz legen!

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Restaurant/Bar “Niederlassung” in München

27. Oktober 2009

Durch CoWorking Munich bin ich auf das Restaurant bzw. die Bar “Niederlassung” aufmerksam geworden. Die Gaststätte im Gärtnerplatzviertel (direkt gegenüber vom Tenno) hat sich in den vergangenen Monaten durch eine enge Vernetzung mit der Onlinewelt einen Namen gehabt. Es gibt nicht nur eine Website, sondern auch eine Mixxt-Community, eine Facebook-Gruppe und man twittert. In der Niederlassung findet auch der Twittwoch in München statt – genauso wie viele andere Veranstaltungen wie auch der CoWorking Freitag.

Ich habe die Niederlassung an einem CoWorking-Freitag kennen gelernt und bin bis in den Abend geblieben, so dass ich mir ein recht gutes Bild machen konnte.

Der Laden ist gemütlich rustikal eingerichtet und bietet – trotz seiner geringen Größe – unterschiedliche Sitzmöglichkeiten, die ich mit “von Lounge bis Bierbank” beschreiben würde. Auf den Stühlen kann man gut sitzen, die großen Tische machen auch das Arbeiten mit dem Notebook möglich. Es gibt Steckdosen und kostenloses WLAN. Die Toiletten sind ordentlich und sauber – ich würde mir jedoch eine geruchlose Seife wünschen.

Die Getränkeauswahl ist wunderbar. Umfangreiche kalte und warme Getränke – offensichtlich mit einem tollen alternativen bzw. Bio-Einschlag. Der Caffé war gut, Bier und anderes sowieso.

Etwas schade ist, dass es beim CoWorking-Freitag nur eine eingeschränkte Speisenauswahl gibt. Das Restaurant hat nur Freitags schon in der Mittagszeit geöffnet und mangels Nachfrage lohnt sich ein Koch für diese Zeit nicht. Stattdessen wurden bei meinem Besuch zwei Sorten Quiche (Lorraine und Gemüse) angeboten. Sehr schade war, dass die Quiche nur in der Mikrowelle erwärmt wurde. Unverzeilich ist das Bestreuen von Quiche und Teller mit Trockenkräutern! Wer braucht schon Stroh auf seinem Essen?

Als der Abend gekommen und der Koch eingetroffen war, gab es eine erweiterte Karte. Neben mir wurde Pasta mit Tomatensauce und Pinienkernen bestellt, die recht gut aussah. Ich bestellte das Bruschetta – und wurde massiv enttäuscht.

Es gab (offensichtlich) eine Bruschetta-Zubereitung aus dem Glas. Das geröstete Weißbrot war okay, jedoch fast zu kross. Garniert wurde jedes dieser armen Stücke mit einem Rechteck kaltem Manchego-Käse. Natürlich wurden auch hier die grässlichen Trockenkräuter nicht vergessen. Dieses Gericht war ein absolutes No-Go. Geschmacklos, hingeworfen, ohne Dekoration, ohne frische Komponente etc.

Die Niederlassung ist so aus meiner Erfahrung wunderbar für gemeinschaftliches und gemütlichen Trinken und Feiern. Zum Essen sollte man lieber wo anders hingehen. Das oben erwähnte Tenno direkt gegenüber der Niederlassung ist da bestimmt keine schlechte Wahl.

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Angebot und Rechnung

16. Juli 2009

Auch wenn den Deutschen per se unterstellt wird, dass sie beim Verhandeln von Preisen nicht die Besten und Kreativsten sind, merkt man in der Geschäftswelt, dass man dort sehr wohl weiß, wie es geht. Über jede Kleinigkeit wird gefeilscht – oft sogar nach Leistungserbringung.

Einige enge Bekannte werden sich an einen Vorfall mit einem Heidelberger Unternehmen erinnern, dass sogar nachdem sie behauptet hätten, die Leistung wäre nicht so, wie gedacht, mehr Beratungstage bestellten und dann irgendwie weder das eine, noch das andere zahlen wollten (und es dann später nach langem diskutieren, doch getan haben).

Wie sieht es also aus, wenn eine Frau Dr. J im Restaurant bezahlen soll? Oder beim Frisör sitzt? YouTube kennt ein solches Video unter “Webdesign-Kunden im täglichen Alltag” – leider gilt das nicht nur für Webdesign-Kunden.

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Was machen eigentlich die Graurocks?

3. Februar 2009

Mama und Sohn (Cornelia und Hannes) Graurock haben bei der VOX-Sendung “Mein Restaurant” knapp den Sieg verpasst. Die Hamburger haben wohl einfach nicht gut genug für das Duo angerufen, denn der Gewinner (das “Grinsekatze” in München) hat den Sieg nicht verdient. Vor allem, wenn man sich ansieht, wie der Laden jetzt (ohne den Spitzenkoch, den sie letztes Jahr hatten; ohne Telefonanschluss; ohne auf Reservierungen zu antworten) geführt wird.

Aber man gibt nicht so leicht auf im Hause Graurock. Besonders Hannes Graurock hat als Koch noch viel vor sich – und wir dürfen gespannt sein, was da kommt! Auf Youtube gibt es eine schöne “Homestory” zum “Leben nach Mein Restaurant”.

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Außerdem kündigt man schon Neues an und sucht Investoren. Besonders interessant liest sich Seite 6 der PR-Mappe von Hannes Graurock: Einladung zur Kocharena, Koch-Event-Serie „Gaumensterne“ und eine Kochtournee stehen für 2009 auf dem Programm.

Genaues soll in einer Pressekonferenz am 13. Februar zu erfahren sein.

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Weitere Meinung zum Baudrexel-Restaurant “rubico”

3. Februar 2009

Habe gerade durch Zufall eine Meinung zum rubico auf Restaurantkritik.de gefunden, die zeigt, dass ich (leider) mit meiner Meinung nicht alleine stehe, sondern es üblich zu sein scheint, im rubico schlecht bedient zu werden und mittelmäßiges Essen zu bekommen.

Herr Baudrexel, muss das sein?

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Grinsekatze: Erster Versuch fehlgeschlagen

2. Februar 2009

Am Freitag habe ich versucht, bei der Grinsekatze einen Tisch zu reservieren. Da die immer noch kein Telefon haben, natürlich per E-Mail. Bis heute gab es – außer einer automatischen Eingangsbestätigung – keine Antwort.

Das fängt ja gut an…

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Anna Restaurant – die kleine Schwester vom Spitzenreiter

14. Januar 2009

Wenn mich jemand nach meinem Lieblingsrestaurant fragt, antworte ich oft spontan “Anna”. Das Anna Restaurant  gleichnamigen Hotel direkt in der Münchner Innenstadt am Stachus gegenüber des Mathäser Cineplex ist zwar nicht für jede Gelegenheit mein Geheimtipp – aber für die meisten.

Das beginnt mit de Frühstück. Natürlich kann man auch im Lotterleben gut frühstücken oder im Café Atlas und das Büffet im Anna ist auch nicht perfekt, aber schon hier merkt man, dass das Anna nicht einfach ein normales Restaurant ist, sondern zu den Privathotels der Familie Geisel gehört, die mit dem Excelsior und dem Königshof zwei der besten Hotels Münchens betreiben und mit ihrem Königshof Restaurant jedes Jahr erneut mit dem Tantris um die Krone der Restaurants in München kämpfen.

Das heißt nicht, dass das Anna teuer ist – billig ist es aber auch nicht. Aber preiswert! Das Frühstücksbüffet mit einer großen Auswahl an frischen Früchten, Müsli, Aufschnitt und sogar frisch zubereiteten Eierspeisen ist mit 14,90 Euro absolut angemessen. Nicht im Preis enthalten sind Heißgetränke, was aber zu verschmerzen ist..

Dabei sind alle Speisen so angerichtet, wie man es eigentlich nur Schräg gegenüber im Fünf-Sterne-Hotel Königshof erwarten würden. Genauso der Service: überaus freundlich, sehr zuvorkommend und überraschend aufmerksam.

Was mir am Anna besonders gut gefällt, sind die wechselnden Angebote den Tag über. Neben einer Standardkarte gibt es die Frühstückskarte, die Mittagskarte, die Nachmittgskarte und die Abendkarte. Der Mittagstisch hat ein sehr hohes Niveau und ist mit Gerichten zwischen 8 und 12 Euro (3 Gänge Menü 12-14 Euro) eine tolle Abwechslung zum Fast Food in der Mittagspause. Gerade der Mittagstisch ist auch absolut für ungezwungene Geschäftsessen geeignet. Schon mehr als einmal habe ich in sehr positiv überraschte Gesichter von Geschäftspartnern geguckt, wie sie die Karte und dann später auch das hervorrage Essen sahen.

Nachmittags wird vor allem Kuchen (Winter) und auch Eis (Sommer) angeboten.

Am Abend teilt sich das Anna in einen Lounge-Bereich (vorne) und einen Restaurant-Bereich (hinten). Der Lounge-Bereich ist perfekt für ein ungezwungenes Miteinander bei guten Cocktails und tollem Essen. Seit einiger Zeit wird ein Fingerfood-Buffet angeboten: dringend ausprobieren! Davon grenzt sich der Restaurantbereich mit weißen Tischdecken deutlich ab. Hier wird auf – nahezu? – Gourmetniveau eine junge, frische Küche zu akzeptablen Preisen geboten. Auch hier ist der Service unbedingt hervorzuheben – selten wird man so gut umsorgt.

Tipp: Reservieren unbedingt empfohlen! Meistens ist es – zu jeder Tageszeit – nicht gerade leer.
Tipp2: Im Sommer kann man wunderbar bis in die Nacht draußen sitzen und die Nacht genießen. Absolut empfehlenswert.

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Martin Baudrexels “rubico”

11. Januar 2009

Zum meinem Geburtstag erhielt ich eine Einladung in das Restaurant “rubico” des bekannten Fernsehkoches Martin Baudrexel. In der jüngsten Ausgabe der “Kocharena” betonte er noch ausdrücklich, dass er nicht nur Koch des rubico ist, sondern auch Inhaber. Umso mehr ein Grund, sich sehr auf einen Besuch in diesem Restaurant zu freuen. Nicht zuletzt auch, weil Martin Baudrexel zusammen mit seinen Kollegen (Zacherl, Kotaska, Marquardt) andere Restaurants wieder auf Vordermann bringt und Köchen zeigt, wie sie es besser machen können.

Doch schon beim Ankommen vor dem rubico wunderten wir uns: kaum Außenbeleuchtung, eher alte Fassade, insgesamt nicht, wie man sich ein nicht wirklich günstiges Restaurant vorstellt. Durch die Eingangstür kommt man direkt den einzigen, recht großen Gastraum. Dieser ist durch eine gerade Linie von Kugellampen schummrig beleuchtet. Der Weg führt direkt auf die Bar zu, wo wir ein wenig ruppig empfangen. Wir wurden weder zu unserem Tisch geleitet, noch wurde uns die Garderobe abgenommen. Erst als wir etwas verloren in der Gegend herum standen, fragte man nach der Garderobe und zeigt nochmal den zugeteilten Tisch.

Der Ecktisch war sehr schön, Scheu vor den Nachbarn darf man jedoch nicht haben, sitzt man doch sehr eng beeinander. Das Besteck ist geschmackvoll, die Glastische gewöhnungsbedürftig aber edel und das gläserne Geschirr für Brot und Amuse Buche wirklich schön. Die Gläser sind zwar hochwertig, aber nicht besonders pfiffig gewählt.

Schnell hatten wir die Speisekarte vor uns und der Kellner bot im gleichem Atemzug einen Aperitif an. Irgendwie wurden wir mit ihm aber nicht so recht warm und er wirkte recht ruppig auf uns, was uns aber nicht davon abhielt, den Holunderberr-Belini zu bestellen (wobei es fast unmöglich wurde, da der Kellner das Wort “Bellini” immer vernuschelt hat und wir gar nicht verstanden, was er uns anbieten will). Die Weinkarte wurde kommentarlos auf den Tisch gelegt. Die Karte ist übersichtlich, aber nicht zu klein: Neben einem Drei-Gänge-Menü (40 Euro) werden zwei Suppen, sind sechs Vorspeisen und Hauptgerichte, ein Zwischengang und vier Desserts angeboten.

Der erste Blick zeigte schon: Vegetarier darf man hier nicht sein. Die Auswahl an rein vegetarischen Gerichten ist verschwindend gering, jedoch dominiert auch nicht das Fleisch, sondern ein guter Mix aus Wasser- und Landtieren.

Brot wurde auf den Tisch gestellt. Da zu gab es keine Butter, sondern eine grüne Creme, die uns zunächst nicht erklärt wurde. Auf Nachfrage wurde es uns als Erbsenpaste vorgestellt – was wir auch gerade schon erschmeckt hatten. Von der Farbe her hätte es aber auch Wasabi oder Ähnliches sein können, weshalb wir etwas vorsichtig waren.

Wein und Wasser wurde einmal eingegossen – nachschenken darf und muss man sich jedoch selbst. Aufgrund der engen Verhältnisse wäre es aber für die Kellner auch gar nicht möglich, dies zu tun (von der sehr geringen Anzahl der Servicekräfte mal ganz abgesehen).

Generell war der Service eher ein Trauerspiel. Ruppig, kurz angebunden, kumpelhaft. Einfach nicht angemessen.

Das Essen kam schnell und war schön dekoriert. Die Vorspeisen waren das Highlight des Abends (Geschmolzener Ziegenkäse; geräucherte Ente) und durchweg gut. Der Zwischengang (Tagliatelle mit Gambas) kam recht schnell hinterher und war eher Mittelmaß. Die Tagliatelle waren gerade so nicht zu hart und die Soße relativ geschmacksneutral. Die Gambas war jedoch wirklich super. Der Hauptgang (Lachs und Ente) überrascht zuerst meine Begleitung: die “Bayerische Ente” entpuppte sich als Entenkeule, die sich nicht sehr damenhaft essen lässt. Das Gemüse war bei beiden Gerichten gut, wenn auch nicht außergewöhnlich. Der Lachs war wunderbar gebraten und harmonierte gut mit der Orangensauce.

Nach dem Hauptgang gab es eine kleine Pause, in der wir auch die Entenproblematik mit dem Service besprachen und in der auffiel, dass bei der Ente auch eine Beilage gefehlt hat. Zur Entschuldigung wurden wir zum Desert eingeladen, was wir gerne annahmen. Die Deservariationen bestanden aus einem Stück Schokokuchen, einer kleinen Creme Brulee und einer Nocke Vanilleeis. Der Gateau au Chocolat stellte sich leider als derselbe harte, schwere Schokokuchen heraus, der auch Bestandteil der Variationen ist und war nicht annähernd so gut, wie der Gateau au Choloat mit flüssigem Kern im La Buille, das ich erst vor zwei Wochen genießen durfte. Der Prosecco zum Desert kam erst nachdem das Desert schon auf dem Tisch stand.

Während des Abends füllte sich das Restaurant bis auf den letzten Platz, wodurch es auch recht laut wurde. Die nicht wirklich leise Musik tat ihr übriges. Nach dem Zahlen war der Kellner so schnell weg, dass wir nicht mal ein Taxi ordern konnten. Die Garderobe mussten wir uns selbst zusammen suchen. Weder wurden wir verabschiedet, noch auf unseren Abschiedgruß reagiert.

Fazit: Das Essen ist okay, der Service Mittelmaß. Preis und Leistung passt aber – selbst für München – nicht zusammen. Hier ist man im Anna oder La Buille besser aufgehoben und bekommt erheblich mehr für sein Geld. Von “Gourmet” ist die Küche des ein ganzes Stück entfernt, die Preisgestaltung jedoch leider nicht. Damit man aber allein für den Namen mehr zahlt, hätte der Meister ruhig mal aus seiner Küche kommen können.

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