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Restaurant Cocoon in München

1. November 2009

Eigentlich wollten wir ja ins Schweiger2. Jedoch war dort kurzfristig kein Tisch mehr zu bekommen. Im Cocoon hatten wir mehr Glück. Schon vor einiger Zeit waren wir im Cocoon und sehr begeistert. Jedoch hatten wir uns damals recht wenig auf das Restaurant konzentriert – dies sollte diesmal anders sein.

Das Cocoon liegt im Lehel und ist recht gut erreichbar. Von außen sieht man nur eine kleine Fensterfront und die Eingangstür. Die Fassade ist zwar schöner als beim Rubico, aber nicht wirklich schön. Wenn man durch die Tür tritt, kommt man direkt auf Bar zu, wo wir nett empfangen wurden. Man fand unser Reservierung in Sekunden und zeigte uns, welche der wenigen Tische wir wählen könnten. Die wählten einen Vierertisch, der aber nur für zwei Personen eingedeckt war. Dies gab uns zwar auf dem Tisch viel Platz – etwas eng für uns nicht wirklich schlanke Gestalten war jedoch der Abstand zwischen Bank und Tisch.

Kaum saßen wir, wurde gefragt, ob wir einen Aperitif wünschen und der Prosecco war schnell bestellt. Zwar hatten wir im Vorfeld bereits unseren Menüwunsch (5-Gänge Menü nach Tageskarte mit korrespondierenden Weinen) geäußert, doch war es sehr schön, dass wir vorab trotzdem die Karte bekamen, um das Menü zu lesen und Änderungen (z.B. für Nicht-Fleisch-Esser) zu besprechen.

Als Amouse Bouche gab es ein Tandoori Chicken. Sehr lecker und ein wenig mehr, als man als Amouse Bouche erwartet. Die Vorspeise war ein wunderbar gebratener Thunfisch mit einer perfekt gegarten Garnele bzw. ein wunderbarer Ziegenkäse im knusprigen Teig mit Couscous. Beides war wirklich wunderbar, genau auf den Punkt gegart, liebevoll angerichtet und sehr gut gewürzt.

Danach gab es eine wunderbare Suppe mit Kichererbsen. Dazu Lollies von Lamm. Wunderbar dünn geschnitten, trotzdem rosa gebraten und butterzart!

Beim Zwischengericht eine kleine Enttäuschung. Obwohl wir ausdrücklich darauf hingewiesen haben, dass eine Person kein Fleisch isst, war Chorizo-Wurst in der Linsenbeilage verarbeitet. Dies wurde jedoch in wenigen Minuten ausgetauscht (tatsächlich haben wir länger warten müssen, um zu reklamieren, als es dann dauerte, Ersatz zu bekommen).

Ein Cassissorbet lockerte den Ablauf etwas auf. Sehr sauer aber doch fruchtig. Fast ein wenig zu viel.

Das Hauptgericht war ein Karree (eigentlich nur eine Tranche vom Karree) vom Iberico-Schwein. Ein absolutes Gedicht mit vielfältigen Beilagen. Absoluter Favorit dabei: Die geschälten Kirschtomaten. Eine wahre Geschmacksexplosion im Mund! Wahnsinn.

Den Abschluss bildete ein Desert aus Schokoladentarte mit zartem Vanilleeis und Birnenkompott. Eine tolle Kombination, bei der sich Säure, Süße und Bitterheit wunderbar die Waage hielten.

Die korrespondierenden Weine waren sehr gut gewählt und passten wunderbar. Schön fruchtige Weine zur Vorspeise, ein wenig trockener zu den Hauptgerichten und eine wunderbare Beerenauslese zum Desert.

Mit 75,00 Euro pro Person zudem wirklich angemessen.

Das einzige, was an diesem Abend nicht unseren Erwartungen entsprochen hat, war das Brot. Generell war es sehr gut, frisch gebacken und von toller Konsistenz – jedoch leider deutlich zu salzig. Das hat aber nicht weiter gestört und maximal den St. Pelegrino Verbrauch etwas erhöht. ;-)

Wir kommen wieder und können jedem das Cocoon nur wärmstens ans Herz legen!

Essen ,