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Archiv für Juni, 2009

Heute ist Besuchstag

24. Juni 2009

Craic und ich haben heute Besuch! Der kleine Besucher heißt Jacky, ist ~16 Wochen alt und wohl ein Bulldoggen-Mix. Er wohnt eigentlich zwei Häuser weiter, wir haben uns aber angeboten, gerne ab und an mal auf ihn aufzupassen.

Vorteil: Endlich wieder ein Welpe im Haus!

Nachteil: Wieder ein Welpe im Haus…

:-)

Hund , ,

T-Mobile G1 im Leopardenfell von 123skins

23. Juni 2009

Das T-Mobile G1 (“Google-Handy”) ist ein tolles Handy (okay, abgesehen von der Akkulaufzeit). Richtig schick ist es aber nicht. Durch Zufall bin ich vor einiger Zeit auf 123skins gestoßen. Das Unternehmen vertreibt Klebefolien, mit denen man Handys, Laptops, MP3-Player (und mehr?) verzieren kann.

Mit Display-Folien (gegen zerkratzen und so) habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht, entsprechend war ich neugierig darauf, wie gut diese Klebefolien sind. Bei den Display-Folien hatte ich große Probleme mit dem blasenfreien Aufkleben.

Bei 123skins im Shop kann man recht einfach und schnell bestellen. Bezahlt habe ich per PayPal. Genau zwei Wochen später lag der Umschlag (Pappe, A5 – somit kein Zerknicken) mit den Folien bei mir im Briefkasten.  Und was soll ich sagen? Das Aufkleben ging fabelhaft! Man kann sehr leicht korrigieren und nochmal neu positionieren. Auch die Rundungen des Handys machen den Folien kein Problem, Blasen können einfach rausgewischt werden.

Ich muss schon sagen: ich bin schwer begeistert von meinem G1 im Leopardenfell!

G1 im Leopardenfell (vorne)

G1 im Leopardenfell (vorne)

G1 im Leopardenfell (hinten)

G1 im Leopardenfell (hinten)

Technologie

Überraschung im Dornacher Wirtshaus

23. Juni 2009

Die Beste Ehefrau Der WeltTM arbeitet ja jetzt in Aschheim/Dornach, direkt vor den Toren Münchens in der Nähe des Müncher Messegeländes. Letztens habe ich die Chance genutzt und sie direkt von der Arbeit abgeholt. Da es schon recht spät war, kamen wir auf die Idee, einfach in Dornach oder Aschheim zu einem richtigen bayerischen Gasthaus zu gehen und so das Abendbrot mal etwas anders zu gestalten. Qype auf dem G1 gab schnell eine kleine Auswahl, zwei Gasthöse keine 700m vom Büro entfernt, direkt in Dornach. Wir nahmen den erst besten. Von außen sah er recht schön aus, draußen standen auch einige schöne Stühle und Tische – wir entschieden uns aber trotzdem drinnen Platz zu nehmen.

Das Dornacher Wirtshaus befindet sich im Bürgerhaus Dornach. Wir waren also auf alles vorbereitet: Echte Bayern, viel fettes Essen und ein eher schroffes Ambiente. Aber schon die Speisekarte vor dem Eingang irritierte: Sehr kurz, sehr gut gegliedert und mit leckeren Dingen wie Paprikasuppe und gebackenem Ziegenkäse? Aber zu recht humanen Preis. Also rein.

Man geht zuerst durch den Eingangsbereich des Bürgerhauses, der so ist, wie man ihn erwartet. Von dort würde man auch direkt in die wohl unvermeidliche Kegelbahn im Keller kommen. Der Gastraum ist nicht groß, aber toll dekoriert und geschickt untergliedert. Schon wenn man hinein geht, steht man nicht einfach mitten im Raum sondern wird durch eine offene, helle Stellwand aus ganz vielen ca. 2m hohen Kunststoffhalmen direkt Richtung Tresen gelenkt, wo man begrüßt wird. Die Tische und Stühle sind einfach, aber sehr schick. Genauso auch die Dekoration insgesamt: schlicht und bodenständig, aber schick. Das Highlight der Dekoration ist die dem Eingang gegenüberliegende Wand des Gastraumes. Hier ist auf einer Metallverschalung ein Alpenpanorama angebracht: sehr schön!

Auf den Tischen hat man es geschafft, bayerisch und gehobene Gastronomie toll zu verknüpfen. Das Besteck ist zwar bereits auf dem Tisch, jedoch nicht wie in einem normalen Wirtshaus in einem Bierhumpen, sondern in einem eleganten Holzkästchen fein säuberlich angeordnet.

Der Service ist sehr aufmerksam und freundlich. Die Küche hat schnell aber gut gearbeitet. Natürlich fordert es seinen Tribut, dass das Gasthaus außerhalb liegt, wahrscheinlich nicht sehr viele á la carte Gäste hat, sehr viel bereits vorbereitet ist und mit einem sehr engen Budget arbeitet. Man kann also keine Sterneküche erwarten. Was man bekommt, überrascht jedoch und zeigt, dass der Herr des Hauses wunderbar mit Zutaten und Aromen umgehen kann. Recht einfache Zutaten werden wunderbar arrangiert und zu einer tollen Komposition verbunden.

Die Paprikasuppe, leicht süßlich und dekoriert mit Öl und Balsamico, war wunderbar. Schön wäre es gewesen, wenn wir etwas Brot dazu bekommen hätten. Das gab es dann aber zum Hauptgang, bei dem meine Frau den Ziegenkäse im Sesammantel hatte und ich mich an den Linguine Scampi erfreut habe. Generell waren allen Portionen zu groß. Wir waren beide recht hungrig, da wir Mittags nichts gegessen hatten – trotzdem haben wir beide schon das Hauptgericht nicht ganz aufgegessen (auch damit noch etwas Platz für ein gemeinsames Desert bleib). Die Scampi waren okay, jedoch kein Highlight (erinnerten mich irgendwie an die günstige Tiefkühlware vom Discounter) – die Pasta und die Sauce jedoch ein Gedicht. Ohne Scampi oder nur mit einer großen King Prawn wäre das Gericht für mich jedoch runder gewesen.

Zum Desert gab es eine Cremé Brulee von Nuss-Nougat-Creme. Sehr lecker, sehr groß, toll dekoriert – jedoch leider etwas kalt, was ein weiteres Indiz dafür ist, dass vieles bereits vorbereitet ist, was man auch durch die sehr kurze Zeit zwischen den einzelnen Gängen merkt.

Der ganze Abend kam mit knapp 40 Euro aus. Bei Baudrexel im Rubico hätten wir wohl eine ähnliche Qualität bekommen (okay, frischer zubereitet und mit etwas hochwertigeren Zutaten) – für den dreifachen Preis. Entsprechend ist das Dornacher Wirtshaus uneingeschränkt zu empfehlen. Das Wirt bietet auch einen Partyservice an, den ich gerne mal erleben würde!

Essen

Verwählt

19. Juni 2009

Gerade einen Anruf auf dem Handy bekommen, konnte aber gerade nicht dran gehen. Nummer gegoogled. Justiz Duisburg. U-Haft-Stelle. Ups… Irgendwer von meinen Freunden in echten Problemen? Aber in Duisburg? Vorsichtig zurück gerufen. Beamter hat sich verwählt. Wollte den Fahrdienstleiter. Haben zusammen herzhaft gelacht, dass es für mich nach Duisburg wohl ein wenig weit wäre. Puh.

Allgemeines

Für uns nie wieder: Hundehotel Satke in Kaltenberg/Geltendorf

18. Juni 2009

Fazit:  Wir waren mit der Betreuung unseres überhaupt nicht zufrieden. Das Hundehotel Satke hört sich gut an und tut sehr professionell. Insbesondere Herr und Frau Satke waren aber unfreundlich. Das Konzept passt wohl nicht zu agilen Hunden.

Über Christi Himmelfahrt waren wir in Weimar und Leipzig. Da diese Fahrten mit Hund ein wenig aufwendig gewesen wären, haben wir uns entschlossen Craic in fremde Obhut zu geben. Leider war die von uns bereits besichtigte und für gut befundene Hundepension “Kufner-Palm” bereits belegt, weshalb wir uns nähe mit dem Hundehotel Satke beschäftigten.

Die Internetseite des Hundehotels sieht sehr vielversprechend aus. Rundum professionell gemacht, mit vielen Informationen und einer schönen Struktur. Wir haben dann versucht Craic telefonisch anzumelden, was leider scheiterte. Wir mussten das  – doch etwas sehr umfangreiche – Formular auf der Website ausfüllen. Damit ist es aber nicht getan! Als Antwort darauf bekamen wir per E-Mail eine Auftragsbestätigung, die wir unterschrieben zurückfaxen mussten, bevor die Buchung angenommen wurde. Umständlicher geht es fast nicht mehr.

Wir mussten die Katze im Sack kaufen (Rücktritt ausgeschlossen, wobei ich mit Fam. Satke über die Tiefen des Fernabsatzgesetzes mal lieber nicht diskutieren möchte – das wird von diesen nämlich vollkommen ignoriert), wollten aber auf jeden Fall das Hotel vorab besichtigen.

Am Wochenende vor dem geplanten Aufenthalt sind wir dann nach Kaltenberg gefahren. Von München ein ganz schöner Weg, wenn auch recht idyllisch. Schön war, dass wir auf dem Rückweg gleich mal das Schloss Kaltenberg mit dem Ritterstadion besichtigen konnten. Bisher halten wir es nicht geschafft, die Ritterspiele in Kaltenberg zu besuchen – wo wir jetzt aber wissen, wo es ist, sollten wir das auf jeden Fall mal tun.

Das Hundehotel findet sich in einem Gewerbegebiet. Die Hausnummer kennt unser Navi nicht, es ist mit aufmerksamen Blicken aber zu finden. Das Hotel ist sehr gepflegt, bietet einen kleinen Parkplatz, von dem man auch direkt die – recht überschaubare und ziemlich kahle – hoch eingezäunte Freifläche begutachten kann.

Die Besichtigung war etwas ernüchternd. Wir wurden in 5 Minuten schnell durch den schmalen Gang geführt, an dem mit Glastüren die sechs Hundezimmer grenzen. Es wirkte alles sehr dunkel, was aber auch ein wenig am recht schlechten Wetter an diesem Tag gelegen haben kann. Craic wollte man eher nicht sehen. Erst musste er im Auto bleiben und wurde dann auf unser Drängen hin auch kurz ins Hundehotel gelassen. Wir wollten schließlich, dass die Hotelbetreiber auch wissen, was für ein Hund Craic ist und wie er sich verhält. Man war aber sehr zurückhaltend und nur die Tochter des Hauses hat sich intensiver mit dem Hund befasst. Die Frau des Inhabers hat stattdessen lieber so laut telefoniert, dass man sie in New York, wo wohl ihr Gesprächspartner weilte, problemlos ohne Telefon verstanden hätte.

Nach diesem Besuch waren wir sehr irritiert. Sollten wir ihn tatsächlich hier abgeben? Mit dem Risiko, dass er – wenn er sich nicht sofort in die Gruppe integriert – in ein “Einzelzimmer” kommt? Mit einem kleinen, fast rasenlosen Freigelände auf dem zwar Agility-Geräte stehen, die aber “jetzt erstmal abgebaut” und dann “nächstes Jahr wieder aufgebaut werden”? Außerdem wirkte es vom ersten Moment an so, als ob Frau Satke vorbehalte gegen Parson-Russell-Terrier hat (die sie zusätzlich dauerhaft mit Jack-Russell-Terriern verwechselte, was einfach vollkommen falsch ist und sich auch nicht auf die Länge der Beine beschränkt!).

Wir hatten leider keine andere Wahl und insgesamt wirkt das Hotel ja auch professionell – nur die Menschen etwas komisch.

Ganz das gegenteilige Bild hatte ich dann zum Glück, wie ich Craic dann für den Aufenthalt vorbei gebracht habe. Schon beim Aussteigen aus dem Auto wurde ich freundlich von einem Mitarbeiter begrüßt, im ganzen Hotel wurde gewerkelt und kaum war Craic angemeldet, nahm ihn mir auch schon ein Mitarbeiter ab und joggte mit ihm um das Freigelände. Weil ich meinen Hund ja kenne, fragte ich nochmal genau nach, wie denn mit dem Hund verfahren werden würde, wenn er sich doch nicht direkt gut in die Gruppe integrieren würde. Die Tochter des Hauses – die den Empfang managte – sagte mir, dass man zum Einen alles probieren würde, damit er in die Gruppe kommt. Im Falle des Falles würde er dann in ein Doppelzimmer kommen. Auf meine Nachfrage hin wurde mir aber zugesichert, dass er im Freigelände natürlich trotzdem viel Kontakt mit anderen Hunden hätte. Craic ist es gewohnt, täglich mit rund 10 Hunden Kontakt zu haben – insgesamt hat er mehr als 20 regelmäßige “Spielkameraden” bei uns im Viertel! Ich wollte nicht, dass er sich im Hundehotel isoliert vorkommt.

Ich fuhr sehr erleichtert nach Hause und hatte ein sehr gutes Gefühl.

Um wirklich sicher zu sein, dass alles okay ist, rief ich am folgenden Tag – kurz vor unserer Abfahrt – nochmals im Hundehotel Satke an. Ein sehr freundlicher Mitarbeiter ging ans Telefon und versicherte mit, dass alles wunderbar laufen würde. Auf ein paar Nachfragen hin, fiel ihm dann ein, dass doch etwas gewesen sein könnte und gab mich an Frau Satke weiter. Diese erzählte mir sehr schroff und unhöflich, dass Craic in ein Doppelzimmer kommen musste, weil er sich mit der Gruppe nicht vertragen hätte - kein Wort dazu, wie ausführlich man es probiert hätte oder wo genau die Probleme gelegen haben sollen. Und “natürlich” würde der Hund auch im Freigehege nur mit der einen Hündin zusammen sein, mit der er sich auch ein Zimmer teilt. Auf meinen Einwand hin, dass mir die Frau Tochter aber etwas gegenteiliges mitgeteilt hatte, wurde ich nur angefahren und – mitten im Satz – an Herrn Satke weitergegeben. Dieser hörte sich mein Anliegen gar nicht mehr an, sondern grantelte direkt drauf los. Mir kam es vor, als hätte ich durch meine Nachfragen Majestätsbeleidigung begangen! Wie ich denn überhaupt denken könne, der Hund wäre alleine. Man sei ja ein Hundehotel und nicht nur irgendeine Hundepension! Man habe das Haus ja extra nur für Hunde gebaut! Und so weiter und so fort.

Was nun? Hund abholen und doch mitnehmen? Geht nicht…

Also in den sauren Apfel gebissen und darauf vertraut, dass Herr und Frau Satke sowieso wenig mit den Hunden zu tun haben und Tochter und Mitarbeiter das Ganze schon im Griff haben.

So war es dann mehr oder weniger auch. Frau Satke hatte bei der Abholung in ihrer bekannt liebenswürdigen Art nichts weiter im Sinn, als das Geld von mir zu kassieren.

  • Kein Wort zum Hund,
  • kein direktes Holen des Hundes -
  • erstmal Geld her.

Dann wurde Craici geholt, der sich riesig gefreut hat und total aufgedreht war. Eigentlich komisch. Wenn er sonst einige Tage weg und bei anderen Hunden war, war er normalerweise sehr, sehr müde. Die Tupperware-Dose mit dem Hundefutter bekam ich auch wieder – mit Edding beschriftet (auch “Craic” auch noch falsch “Craik” geschrieben).

Kaum aus dem Hotel raus musste Craic sich erstmal sehr ausgiebig lösen. Er war also an diesem Morgen – ich hatte ihn gegen 10h abgeholt – wohl noch nicht draußen gewesen.

Zuhause merkte ich aber schon, dass er ganz schön geschafft war – irgendwie war er wohl aber auch sehr froh, aus dem Hotel gehen zu dürfen. Aber auch weitere Nebenwirkungen merkte ich zu Hause, z.B. dass er in den ersten Tagen immer an der Wohnungstür kratzte, wenn er irgendetwas wollte – vielleicht, weil im Hundehotel die Zimmer Glastüren haben und er so auf sich aufmerksam machen musste, damit sich um ihn gekümmert wurde?

Ich für meinen Teil finde die Immobilie des Hundehotels Satke toll – die Betreiber sollten sich aber überlegen, ob das so der richtige Ansatz ist. Craic wird doch wahrscheinlich kein Gast mehr werden. Die Hundepension Kufner-Palm ist für die nächsten Gelegenheiten schon gebucht.

Hundehotel Satke

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