SCO mit Reorganisationplan, der den Namen wohl eher nicht verdient
Heise.de nennt die Auseinandersetzung von SCO (die man wohl noch pauschal als “Softwareanbieter” bezeichnen könnte) treffend “Die unendliche Geschichte”. Doch selbst Michael Ende wäre wohl nicht auf die Idee gekommen, einen Roman mit solchen Wirrungen und solch “interessanten” Charakteren zu schreiben, wie es hier in der Realität der Fall ist.
Zusammengefasst könnte man das wohl so: SCO verklagt IBM, weil man angeblich Quellcode aus SCO Unix in Linux überführt hätte. Ein Beweis kann nicht erbracht werden. Rechte für Unix liegen gar nicht eindeutig bei SCO, weshalb ein Verfahren gegen Novell verloren wird. SCO geht ob des zu zahlen Schadenersatz insolvent (Chapter 11) und will sich jetzt reorganisieren, um weiter seine “Urheberrechte” einzuklagen – das Softwaregeschäft will man im Rahmen der Reorganisation verkaufen. Plan B, falls sich kein Käufer findet, ist eine Anwendung, womit die eigene Software auch endlich wieder auf modernen Maschinen läuft (wohl via VMware) und zwei Applikationen für das iPhone.
Diesen “Plan” soll nun ein Richter absegnen. Wenn dieser das nicht tut, muss das Unternehmen aufgelöst werden. Ganz abgesehen davon, dass der “Plan” mit zweiwöchiger verspätet eingereicht wurde.
Also, wenn es nach mir geht: Bye, bye SCO…
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