Carsharing in München
Die Mobilität in einer Stadt wie München ist nicht einfach. Für das eigene Auto findet man keinen Parkplatz und immer alls mit dem Auto machen, funktioniert einfach nicht. Der ÖPNV ist zwar gut ausgebaut, aber zwei Kisten Wasser mit dem Bus nach Hause zu transportieren bringt auch nichts. Jetzt aber das eigene Auto in der Garage verstauben lassen und es nur nutzen, wenn notwendig, ist wirtschaftlich unsinnig.
Eine gute Alternative dazu ist Carsharing. Das heißt: Viele Menschen (in München über 7.000) teilen sich eine Fahrzeugflotte (in München rund 270 Fahrzeuge, die quer durch die Stadt an bestimmten Punkten stehen). Die Fahrzeuge sind besser ausgelastet, so dass es für den einzelnen recht günstig ist und trotzdem kann jeder (fast) immer ein Fahrzeug bekommen, wenn er es braucht. Zudem hat es den Vorteil, dass man sich immer ein Fahrzeug in der Größe aussuchen kann, die man gerade braucht: Von der “Miniklasse” (z.B. Toyota Aygo) bis zum großen Transporter (z.B. Ford Transit Transporter).
Die Kosten dafür setzen sich aus einer Zeitkomponente und einem Preis pro gefahrenem Kilometer zusammen. Inkludiert sind alle Kosten (auch Kraftstoff!). Ein Mittelklassefahrzeug (z.B. Ford Focus) kostet so beispielsweise 2,40 Euro/Stunde (oder 24,00 Euro/Tag bzw. 120,00 Euro/Woche) zzgl. 0,24 Euro pro gefahrenem Kilometer.
Das lohnt sich nicht für lange Strecken und lange Zeiträume (Montags von München nach Hamburg, Freitags zurück, zwischendurch kein großer Bedarf am Auto), da dann die klassischen Autovermieter mit Einwegmieten o.ä. deutlich günstiger sind. Für die normale Mobilität in der Stadt ist es jedoch genial – geschäftlich wie privat.
“Noch teurer, als ein Auto zu fahren, ist es, ein Auto zu besitzen.”
Recht haben die auf 3sat:
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